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Am 15.09.2017 fand die jährliche Zugübung des 2. Zuges im Einsatzbereich der Feuerwehren der Gemeinde Köhn statt. Der Übungsort und die abzuarbeitende Lage wurden vom Gemeindewehrführer der Gemeinde Köhn ohne Hinzuziehung von Kräften des 2. Zuges ausgearbeitet und für den Übungstag vorbereitet.

Es handelte sich bei dem Übungsort um einen außerhalb der Ortslage Köhn liegenden landwirtschaftlichen Nebenerwerbsbetrieb mit Rinder und Pferdehaltung, in dessen unmittelbarer Nähe eine durch aktive „Autocrossfahrer“ genutzte KFZ Bastel- und Reparaturwerkstatt entstanden ist.

Für die Wasserversorgung musste das Löschwasser aus einem Löschwasserhydranten in ca. 700m Entfernung über Feldwege bis zum Übungsort gefördert werden. Als weitere Löschwasserentnahmemöglichkeit stand eine offene Wasserstelle auf einer hinter dem Übungsobjekt liegenden Wiese zur Verfügung, wo anfänglich unklar war, ob die Wiese nach den Regenfällen der letzten Tage mit schweren Fahrzeugen befahren werden konnte.

Ziel der Übung war es, die Zusammenarbeit einer fremden Ortswehr (hier die FF Köhn) mit einer Unterstützungseinheit der 9. Feuerwehrbereitschaft (hier der 2. Zug) einmal zu proben und aufzuzeigen, welche Unterstützungsmöglichkeiten durch die Katastrophenschutzeinheit angeboten werden können.

Hierzu trafen sich die dem 2. Zug angehörenden Einsatzkräfte mit ihren Fahrzeugen um 18:00 Uhr am Feuerwehrgerätehaus Fiefbergen, um auch das Fahren im geschlossenen Verband in den Übungsablauf mit einzubinden.

Nach kurzer Begrüßung der Einsatzkräfte in Fiefbergen verlegte der 2. Zug unter Führung des Zugführers als geschlossener Verband nach Pülsen. Anschließend ging es weiter in Richtung Übungsobjekt, wo man erstmalig auf die Kameraden der FF Köhn traf.

Nach einer persönlichen Einweisung des Ortswehrführers Köhn und des Zugführers vor Ort mit kurzer Lagebesprechung wurden die Einsatzfahrzeuge zum Einsatzort beordert und erste Aufgaben wurden den Gruppenführern zugewiesen.

Die Ortswehr Köhn stellte die Wasserversorgung für den Erstangriff des Atemschutzes aus dem Fahrzeugtank sicher, bevor eine Löschwasserversorgung aus dem Teich hinter der Wiese aufgebaut wurde.

Die FF Wendtorf stellte die Atemschutzkräfte, welche aus der verqualmten Werkstatt zwei vermisste Personen zu retten hatten.

Währenddessen hatte die FF Pülsen den Auftrag die Wasserversorgung vom Löschwasserhydranten bis zur Einsatzstelle herzurichten und zu betreiben. Anschließend wurden Reservekräfte für den Atemschutzeinsatz vorgehalten.

Der Besatzung des Rüstwagens der FF Probstei Nord wurde der Auftrag erteilt, eine unter einem Holzhaufen verschüttete Person unter Einsatz der Motorkettensäge zu retten.

Anschließend galt es den technisch versierten Kräften eine weitere vermisste, augen-scheinlich bewusstlose Person aus einem ca. 3m tiefen Abwasserschacht zu retten. Hierzu wurde vor Ort mit den vorhandenen Mitteln ein Leiterbock errichtet und die Person mittels Umlenkrolle aus dem Schacht befreit.

Aufgrund der fortschreitenden Uhrzeit und zunehmender Dunkelheit wurde den Einsatzkräften wieder einmal vor Augen geführt, wie wichtig eine ausreichende Ausleuchtung der Einsatzfahrzeuge und der Einsatzstelle in der heutigen Zeit ist.

Nach Abschluss der Übung wurden alle Fahrzeuge dank der Unterstützung unserer FTZ vor Ort wieder einsatzklar gemacht, während die Führungskräfte vor Ort kurz den Ablauf der Übung, sowie aufgetretene Probleme besprechen konnten.

Hier kam vorwiegend zum Tragen:

- die unzureichenden Beleuchtungsmöglichkeiten der älteren Einsatzfahrzeuge

- die Notwendigkeit, den Funkverkehr durch Rufgruppenaufteilung zu entlasten

- der erforderliche Kräftebedarf beim Einsatz des Rüstwagens zur Personenrettung

- die allgemeine Kommunikation zwischen den verantwortlichen Personen

Als Dankeschön für die geleistete Arbeit der beteiligten Einsatzkräfte gab es für alle zum Abschluss eine deftige Erbsensuppe und erfrischende Getränke im Feuerwehrgerätehaus Pülsen, bevor die Wehren wieder in ihre Standorte verlegten und auf die nächste Zugübung im Jahre 2018 gespannt sein dürfen.